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JAGDRECHT

Jagdrecht, Dezember 2018

Privatverkauf von Jagdhunden

Immer wieder kommt es im Jagdbetrieb zu Situationen, in denen das (jagd-)rechtliche Wissen auf dem Prüf­stand steht. An dieser Stelle werden in loser Folge jagdrechtliche Fragen beantwortet. Diesmal: Privatverkauf von Jagdhunden – alles rechtens?

Mag. Wolfgang A. Orsini und Rosenberg, Rechtsanwalt

Wer kennt sie nicht, die zahlreichen Inserate, in welchen (Jagd-)Hunde zum Verkauf angeboten werden? Hier handelt es sich um eine jahrelange geübte Praxis. Der  vorliegende Artikel soll die geänderten rechtlichen Rahmenbedingungen hierfür aufzeigen.

Neue Regeln
Der Nationalrat hat im April 2017 das Tierschutzgesetz geändert. Das Tierschutzgesetz regelt den Verkauf und das Anbieten von Tieren im Internet völlig neu und bietet Behörden die Möglichkeit, diese besser zu kontrollieren und Missstände rasch abzustellen. Grund für diese Gesetzesänderung war, dass es in der Vergangenheit häufig zu Beschwerden kam, dass Tiere, etwa Hunde­welpen, aus anderen Ländern importiert und unter fragwürdigen Bedingungen gehalten und gehandelt wurden. Das Problem wurde durch den Internethandel mit Tieren weiter verschärft.
Neu geregelt wurden dabei der ­öffentliche Verkauf und das Anbieten von Tieren (zum Beispiel im Internet oder in Zeitungsinseraten). Personen und Organisationen (zum Beispiel ­Tierschutzvereine, Privatpersonen und damit auch Jäger) benötigen nunmehr eine behördliche „Bewilligung zur Tierhaltung“, um Tiere öffentlich anbieten zu dürfen.

Wer darf Tiere öffentlich zum Kauf anbieten?
Privatpersonen, die einzelne, ­individuell bestimmte Tiere ­anbieten, dürfen dies nur mit einer solchen „Bewilligung zur Tierhaltung“ oder, wenn diese nicht vorhanden ist, unter folgenden Voraussetzungen tun:

  • - Das Tier kann oder darf nicht bei seinen bisherigen Haltern bleiben,
  • - das Tier muss älter als sechs Monate sein bzw. gilt für Hunde und Katzen, dass die bleibenden Eckzähne bereits ­ausgebildet sein müssen,
  • - Hunde – insbesondere Jagdhunde – müssen nachweislich seit mindestens 16 Wochen in der sogenannten „Heimtierdatenbank“ gemeldet sein.

Personen und Organisationen, die gewerblich oder sonst wirtschaftlich tätig sind und über eine Bewilligung ihrer Tierhaltung verfügen, dürfen ebenso wie behördlich gemeldete Züchter und Halter von landwirtschaftlichen Nutztieren diese weiter wie bisher ­verkaufen und anbieten.

Was fällt darunter?
Unter ein „öffentliches Anbieten“ fällt das Anbieten der Tiere zum Verkauf oder Verschenken wie folgt:

Artikel in der aktuellen Ausgabe auf Seite 48. 

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