Previous Frame Next Frame

DIANA

Diana, Dezember 2017

Von Bambi, Sisi und dem Stephansdom

Der folgende Beitrag soll der Wahrnehmung der Jagd im urbanen Raum gewidmet werden. Aufgrund ihrer Tätigkeit an der Universität Wien und ihrer dortigen Vorträge zum Jagd- und Waffenrecht konnte die Autorin in den letzten Jahren viel Erfahrung sammeln.

Univ.-Ass. Mag. Eva Erlacher

Ich unterrichte nun schon seit mehreren Jahren an der Universität Wien und erfreue mich mittlerweile eines überfüllten Hörsaals wissbegieriger Studenten. Mit dem Fach „Jagd- und Waffenrecht“ habe ich definitiv Neuland an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät beschritten und dachte ursprünglich, dass der Kurs eine Art Privatissimum mit 10–20 Zuhörern werden würde. Weit gefehlt! Dass es mittlerweile über 100 Studierende sind, die sich meine Lehrveranstaltung anhören, freut mich natürlich sehr. Dies zeugt von einem regen Interesse an den angebotenen Themen. Man würde meinen, dass es hauptsächlich Jäger oder Sportschützen wären, die sich in meinem Kurs wiederfinden, jedoch ist der Prozentsatz dieser Studierenden relativ gering. Der Großteil sind einfach nur interessierte junge Leute, die sich mit Themen auseinandersetzen möchten, von denen sie nur wenig wissen. Die Studierenden kommen unvoreingenommen in die Lehrveranstaltung, sind wissbegierig und von Neugier getrieben. 

Wie es Bambi und Sisi an die Uni schafften
Ein wichtiger Teil meiner Lehrveranstaltung umfasst auch, den Studenten zu zeigen, welche Tierarten es eigentlich sind, die in Österreich den Jagdgesetzen unter­liegen. Um dies zu veranschaulichen, zeige ich in einer Präsentation ein Potpourri des heimischen Wildes. Von Reh- und Rotwild über Dachs, Fuchs bis hin zum Birkwild wird alles abgedeckt. Während ich als Bergjägerin voll­stes Verständnis dafür habe, dass man nicht alle einzelnen Entenarten voneinander unterscheiden kann, verwundert es mich doch immer wieder, wie wenig Wissen etwa über „gängiges“ Rehwild vorhanden ist! Während ich mir sicher war, dass doch jedermann, der es altersbedingt an eine Universität geschafft hat, in seinem Leben schon Rehe in freier Wildbahn gesehen haben muss, weiß ich es mittlerweile besser. Die Größenvorstellungen sind für einen Jäger teilweise recht amüsant ...

Artikel in der aktuellen Ausgabe auf Seite 48. 

Neugierig geworden? Hier das WEIDWERK-Schnupperabo bestellen!