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DIANA

Diana, April 2020

Tiroler Frauenpower!

Mag. Fiona Arnold ist Bezirksjägermeisterin von Innsbruck-Stadt und Rechtsanwältin mit eigener Kanzlei; ihr Fachgebiet ist das Jagdrecht. Zudem ist die Tirolerin Initiatorin des Tiroler „Tag des Wildes“ und engagiert sich im Bereich der Jungjäger-Ausbildung. Dem WEIDWERK verrät Mag. Arnold, wie sich diese Aufgaben verbinden lassen und was Jagd für sie bedeutet.

Michaela Landbauer, MA

Zielstrebig, fokussiert, engagiert, ideenreich, passioniert – so könnte die Definition einer wahren ­Powerfrau lauten. Und genauso lässt sich Mag. Fiona Arnold beschreiben! Als Rechtsanwältin mit dem ­Fachgebiet Jagdrecht und Bezirksjägermeisterin von Innsbruck-Stadt ist sie eine starke Stimme der Jagd in Tirol. – Wir haben sie zum Interview gebeten. 

WEIDWERK: Sie sind seit 2007 Jägerin, 2012 haben Sie die Jagdaufseherprüfung gemacht. Was bedeutet Jagd für Sie, und wie sind Sie zur Jagd gekommen? 
Mag. Fiona Arnold: Als gebürtige Innsbruckerin war ich schon immer sehr naturaffin, bergbegeistert und traditionsbewusst, wiewohl ich zur Jagd selbst durch meinen Kanzleipartner gekommen bin.
Jagd bedeutet für mich ein umfassendes sowie ­intensives Naturerlebnis, aber auch Werte, wie Tradition, Handwerk, Heimat, Demut vor der Schöpfung, Kamerad­schaft und vor allem eine tiefe Verbundenheit zur Kreatur. 

WEIDWERK: Sie sind seit sieben Jahren als Bezirksjägermeisterin tätig und bekleiden damit als eine von nur wenigen Frauen in Österreich dieses Amt. Damit nehmen Sie eine Vorreiterrolle ein. Was sind Ihre Aufgaben? Was sind Herausforderungen Ihrer Tätigkeit? 
Mag. Arnold: Die Aufgaben des Bezirksjägermeisters sind im Tiroler Jagdgesetz normiert und obliegen ­diesem; insbesondere die Führung des Vorsitzes in der Bezirksversammlung, die Organisation der Ausbildungs­­lehrgänge für Jungjäger, die Teilnahme an Jagdjahresvorbesprechungen & Abschussplanverhandlungen und die Bestellung der Hegemeister. Darüber hinaus hat der Bezirksjägermeister den Landesjägermeister in der Führung der Geschäfte des Tiroler Jägerverbandes im betreffenden politischen Bezirk zu unterstützen. Heraus­fordernd ist dabei insbesondere, auch der nicht jagenden und vornehmlich städtischen Bevölkerung ein Verständnis für Wild und Weidwerk näherzubringen, um damit die Basis für ein gedeihliches Miteinander aller Naturnutzer zu schaffen. 

WEIDWERK: Als Initiatorin des „Tag des Wildes“, der jährlich Mitte Oktober im Herzen Innsbrucks ­veranstaltet wird, tragen Sie zu einem positiven Image der Jagd in der Öffentlichkeit bei. Wie ist die Idee zum Tag der Jagd entstanden? Wie hat sich das 
Projekt im Laufe der letzten Jahre entwickelt? 
Mag. Arnold: Grundintention des nunmehr 8. Tag des Wildes ist es, das Wesen & Wirken unserer Jägerschaft im Herzen der Stadt zu präsentieren und rund um das Thema Wild & Wald zu informieren, wobei sich der Bogen von einer Modenschau über jagdliches Kunsthandwerk, das Jagdhundewesen und jagdliches Brauchtum bis hin zur Wildbret-Kulinarik spannt. ­Anfangs erntete ich mit diesem ehrgeizigen Projekt auch Skepsis in den eigenen Reihen – mittlerweile ist der Tag des Wildes das herbstliche Highlight im Herzen der Landeshauptstadt mit über 3.000 Besuchern aus ganz Österreich, Bayern und Südtirol. 

WEIDWERK: Immer mehr Frauen interessieren sich für die Jagd und absolvieren die Jagdprüfung. Wie hat sich die Rolle der Frau in der Jagd in Tirol in den letzten Jahren entwickelt? Haben Sie einen Tipp bzw. Ratschlag für Damen, die sich für das Thema „Jagd“ interessieren? 
Mag. Arnold: Der Frauenanteil bei den Jagdkarten­inhabern liegt tirolweit bei rund 10 % und im Jagd­bezirk Innsbruck-Stadt bei 18 %. Bei der Jungjäger­ausbildung hingegen liegen die Frauen zahlenmäßig fast gleichauf mit ihren männlichen Kollegen, dies mit steigender Tendenz. Mein Ratschlag für jagdinteressierte Damen? – Die Jagd mit all ihren Facetten und ihrer Schönheit ganz einfach leben sowie erleben!

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Artikel in der aktuellen Ausgabe ab Seite 52. 

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