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DIANA

Diana, April 2019

Baum des Jahres: Hopfenbuche

Das Holz der Hopfenbuche ist sehr hart und daher hervorragend für Werkzeugstiele geeignet. Als mediterrane Art ist sie vor allem auf den Südhängen der Alpen zu finden. Ein Porträt. 

Birgit Kluibenschädl

Der „Baum des Jahres“ wird vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus und dem ­Kuratorium Wald jedes Jahr neu bestimmt. Damit soll auf eine bedeutende, aber auch gefährdete Baumart aufmerksam gemacht werden. Gleichzeitig will man ein Bewusstsein für den Wald sowohl in seiner Gesamtheit als auch in seiner vielfältigen wirtschaftlichen, ökologischen und gesellschaftlichen Bedeutung für uns Menschen schaffen.

Baum des Jahres 2019
Im Jahr 2019 ist die Hopfenbuche (Ostrya carpinifolia) der Baum des Jahres. Die Hopfenbuche ist eine Pflanzen­gattung aus der Familie der Birkengewächse. Stamm und Blätter des sommergrünen Laubbaumes sind den Hainbuchen sehr ähnlich. Die männlichen Blütenstände sind hängende, im Winter nackte Kätzchen wie bei den Haselnüssen. Die weiblichen, traubenförmigen Blütenstände ähneln sehr dem weiblichen Fruchtstand des Echten Hopfens, daher auch der Name des Baumes. Man kann aber leider kein Bier daraus brauen.

Die Hopfenbuche ist ein langsam wachsender Baum, der in den ersten Jahren eine kegelförmige Krone formt und mit zunehmendem Alter breiter und runder wird. Sie wird 15–20 m hoch. Durch sein hohes ­Ausschlagsvermögen ist der Baum auch gut schnitt­verträglich. Die Hopfenbuche wächst noch auf über 1.000 m Seehöhe. Sie verlangt einen warmen, geschützten Standort und gedeiht auch auf sehr trockenen Bodenarten, bevorzugt jedoch auf Kalk und Dolomit.

Ein Exot in Österreich
Der wärmeliebende Baum mit den hopfenartigen Früchten kann in Österreich beinahe schon als Exot bezeichnet werden. Die Hopfenbuche bringt medi­terranes Flair in Österreichs Wälder, denn sie kommt nur auf klimatisch begünstigten Südhängen in den Süd­alpen – gleichzeitig ihre nördliche Verbreitungsgrenze – vor. Vereinzelt findet man sie auch im Inntal. Ansonsten ist sie in Südeuropa und Kleinasien heimisch. Ihr Lebensraum beherbergt sogar viele seltene Tier- und Pflanzenarten, wie die Sandviper und die Smaragd­eidechse.

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Artikel in der aktuellen Ausgabe ab Seite 54. 

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