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THEMATISIERT

Thematisiert, November 2018

Waffengesetz: Entwurf in Begutachtung

Die Republik Österreich muss – wie jeder andere ­EU-Mit­gliedstaat – die EU-Waffenrichtlinie ratifizieren, das heißt ­in nationales Recht umsetzen. Ziel ist es nicht zuletzt, die missbräuchliche Verwendung von Feuerwaffen für kriminelle Zwecke zu bekämpfen. Für Jäger wird unter anderem die Verwendung von Schalldämpfern möglich. – Wir baten LJM DI Josef Pröll dazu zum Interview.

Ing. Martin Grasberger

Die jüngsten terroristischen Anschläge waren Auslöser für eine Verschärfung des Waffenrechts auf EU-Ebene (siehe auch WEIDWERK 4/2017); die EU-Waffenrichtlinie wurde im Vorjahr beschlossen, und diese muss innerhalb eines vorgegebenen Zeitrahmens von jedem EU-Mitgliedstaat in nationales Recht integriert werden, was die österreichische Bundesregierung mit der bevorstehenden Änderung des Waffengesetzes 1996 – der Entwurf ist bereits in Begutachtung – vollzieht. Die für Jägerinnen und Jäger möglichen Änderungen haben wir für Sie zusammengefasst (Auszug):

  • Inhaber einer gültigen Jagdkarte sollen vom Verbot des Erwerbs, ­der Einfuhr, des Besitzes, des Überlassens und des Führens von Vorrichtungen zur Dämpfung des Schussknalls ausgenommen sein, wenn sie die Jagd regelmäßig ausüben.
  • Eine dem Inhaber einer gültigen Jagdkarte ausgestellte Waffenbesitzkarte (WBK) soll während der rechtmäßigen, nach den landesrecht­lichen Vorschriften zulässigen und tatsächlichen Ausübung der Jagd auch zum Führen von Schuss­waffen der Kategorie B (Faustfeuerwaffen, Selbstladebüchsen, Anm.) berech­tigen. Als „Bedarf“ soll bei der Beantragung von Waffenpass oder WBK künftig auch das Sammeln von Schusswaffen der Kat. B bzw. die Ausübung der Jagd oder des Schießsports gelten.
  • Wenn Schusswaffen zu einer höheren Kategorie umgebaut werden, sollen sie auch der höheren Kategorie ­zugerechnet werden.
  • Entfall der Kategorie D: Schuss­waffen mit glattem Lauf (Flinten) sollen der Kategorie C zugeordnet werden (ausgenommen halb­auto­matische Flinten). Schusswaffen der Kat. C sind dann alle Schusswaffen, die nicht der Kat. A oder B angehören, sowie deaktivierte Schusswaffen.
  • Zu den verbotenen Waffen sollen halbautomatische Faustfeuerwaffen mit Zentralfeuerzündung und ­eingebautem oder eingesetztem ­Magazin, das mehr als 20 Patronen aufnehmen kann, bzw. halbauto­matische Schusswaffen mit Zentralfeuerzündung mit eingebautem oder eingesetztem Magazin, das mehr als 10 Patronen aufnehmen kann, zählen. Gleiches soll für ­Magazine gelten.

WEIDWERK: Herr Landesjägermeister! Kürzlich wurden Details zur Änderung des Waffengesetzes, mit der die EU-Waffen­richtlinie in Österreich ratifiziert wird, bekannt. Wo sehen Sie die größten Meilensteine für die Jäger? Haben Ihre Bemühungen in diese Richtung etwas bewirkt? 
LJM DI Josef Pröll: ...

Artikel in der aktuellen Ausgabe auf Seite 8. 

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