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THEMATISIERT

Thematisiert, April 2019

Erste Hilfe im Revier

Beim Hochstandbau und diversen Renovierungsarbeiten, die im Frühjahr an der Tagesordnung stehen, passieren leider immer wieder Unfälle. Was ist zu tun, wenn jemand das Bewusstsein verliert? Was, wenn sich jemand verletzt? – 1. Teil einer lebensrettenden Serie: Erste Hilfe bei Bewusstlosigkeit & Atem-Kreislauf-Stillstand.

Dr. Horst Hackstock 

Was bedeutet das, wenn jemand bewusstlos ist? Handelt es sich dabei nur um einen tiefen Schlaf? – Nein, Bewusstlosigkeit bedeutet den Verlust des Bewusstseins und den Verlust sämt­licher Nutz­reflexe. Das heißt, der Bewusstlose ist – im Gegensatz zum tiefen Schlaf – nicht ansprech- bzw. weckbar und zeigt vor allem keine Reflexe. Allerdings ­verfügt er über eine intakte Atmung, was der Ersthelfer folgendermaßen fest­stellen kann: Er legt eine Hand auf die Stirn und zieht mit der anderen Hand das Kinn des Patienten hoch. Mit Blick auf den Brustkorb hält er sein Ohr an den Mund des Bewusstlosen und hört, sieht und fühlt für einige ­Sekunden, ob dieser atmet .
Liegt der Bewusstlose am Rücken, so rutschen bereits durch das Gewicht und die entspannten Muskeln Unterkiefer und Schlund nach hinten und drücken auf die Luftröhre, sodass der Patient ersticken kann. Erbrochenes oder andere Flüssigkeiten werden beim bewusstlosen, aber auch beim schlafenden Patienten durch Reflexe im Rachen ausgehustet.

Was ist zu tun?
Da eine latente Gefahr der Aspiration (Erstickung) besteht, ist unverzüglich die sogenannte „stabile Seitenlage“ einzurichten. Dazu begibt sich der Ersthelfer an der Seite des Patienten auf seine Knie, nimmt Hand und Bein des Bewusstlosen und dreht diesen um die Längsachse zu sich. Das äußere Bein wird im Hüft- und Kniegelenk abge­beugt , das andere Bein bleibt gestreckt, der Arm nächst dem Helfer wird 90° vom Körper ­weggestreckt, der andere Arm sichert gegebenenfalls den Kopf vor weiteren Drehungen. Spätestens wenn der Patient in die stabile Seitenlage verbracht worden ist, ist das un­verzüg­liche Absetzen eines Notrufs  – 144, 112 oder 140 (Alpinruf) – mit folgenden Angaben notwendig:
-Wo ist der Notfall?
-Was ist geschehen? (Unfallhergang falls bekannt, Zustand des Patienten – zum Beispiel bewusstlos)
-Wie viele Personen sind betroffen?
-Wer ruft an? Name und Telefonnummer für eventuellen Rückruf bekanntgeben.
Was folgt, ist eine permanente Kontrolle der Vitalfunktionen, das heißt die der Atmung und des Kreislaufs. Atmet 
der Patient regelmäßig und tief, so besteht keine unmittelbare Gefahr; die Atemwege sind allerdings freizuhalten, eventuell ist Speichel oder Ähnliches aus dem Mund zu entfernen. 

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Den Artikel lesen Sie in der aktuellen Ausgabe ab Seite 14. 

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