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JAGDKALENDER

Jagdkalender, Juli 2018

Jägerheiliger

Ägidius (1. 9.)
Eustachius (20. 9.)
Hubertus (3. 11.)

Tage der Jagdruhe 2018

Neujahrstag (1. 1.) – gebietsweise jagen erlaubt
Karfreitag (30. 3.)
Ostersonntag (1. 4.)
Pfingstsonntag (20. 5.)
Allerheiligen (1. 11.)
Allerseelen (2. 11.) – gebietsweise jagen erlaubt
Heiliger Abend (24. 12.) – gebietsweise jagen erlaubt
Christtag (25. 12.)

Was ist los im Revier?

Rotwild. Die Kälber ziehen bereits mit den Muttertieren ihre Fährten, und die Familienverbände – Tier, Kalb und Schmalspießer bzw. -tier, sind wieder vereint. In großflächigen Ruhe­gebieten, etwa in abgeschlossenen Almgebieten, kann man nun große Kahlwildrudel beobachten, die die meiste Zeit äsend auf Freiflächen verbringen und lediglich während der heißen Mittagsstunden in schattige Einstände wechseln.
Rehwild. So mancher bereits vom Jäger abgeschriebene Rehbock taucht nun im Juli plötzlich wieder auf. So heimlich sich die alten Böcke in der Feistzeit auch verhalten haben, zwingt sie nun der „Wind“ der brunftigen Geißen wieder auf die Freiflächen. Ende des Monats wird es wieder unruhig in den Revieren, da die Böcke ihre Territorien energisch verteidigen und ständig auf der Suche nach brunftigen Geißen sind. Zu Brunft­beginn springen oft junge Böcke aufs Blatt!
Gamswild. Längst sind alle Kitze gesetzt, und die Geißen haben sich mit ihrem Nachwuchs wieder dem Rudel (Scharwild) an­geschlossen. Kranke und alte Stücke haben in den ersten Juli­wochen noch teilweise das Winterhaar an der Decke – ein guter Zeitpunkt, um solche Stücke vorzumerken!  
Stein- und Baummarder. Meist sieht man Stein- und Baummarder nur in der Dämmerung oder nachts. Ende Juli/Anfang August verlieren aber auch sie ihre Scheu vor dem Tageslicht, denn die Ranz treibt sie – auf der Suche nach einem Partner – in dieses sonst so untypische Verhalten, wodurch man diese flinken Räuber nun oft bei bestem Tageslicht beobachten kann.
Feldhase. In Revieren mit Grünlandstreifen, Wasserläufen und aus­reichend Deckung in Form von Sträuchern wird die Getreide­ernte kaum Einfluss auf die Hasenpopulation haben. In Revieren, in denen aber große Getreide­mono­kulturen dominieren, muss diese Zeit jedoch unbedingt mit Wasserstellen und Fütterungen überbrückt werden, um Ausfälle durch den „Ernteschock“ zu vermeiden.
Stockente. Höhepunkt der Mauser! Die Erpel verlieren anfangs einen Großteil ihrer Schwingenfedern und sind daher 4–5 Wochen flugunfähig. Ihr „Prachtkleid“ haben sie verloren, und ihr „Schlichtkleid“ lässt in dieser Zeit wenig von ihrem sonst so attraktiven Aussehen erkennen. In dieser Zeit halten sich die Erpel die meiste Zeit im Wasser auf. Dort sind sie zumindest vor Landräubern, wie dem Fuchs, in Sicherheit!  

Artikel in der aktuellen Ausgabe auf Seite 4.