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JAGDKALENDER

Jagdkalender, Oktober 2017


Jägerheilige

Ägidius (1. 9.)
Eustachius (20. 9.)
Hubertus (3. 11.)

Tage der Jagdruhe 2017

Neujahrstag (1. 1.) – gebietsweise jagen erlaubt
Karfreitag (14. 4.)
Ostersonntag (16. 4.)
Pfingstsonntag (4. 6.)
Allerheiligen (1. 11.)
Allerseelen (2. 11.) – gebietsweise jagen erlaubt
Heiliger Abend (24. 12.) – gebietsweise jagen erlaubt
Christtag (25. 12.)

Was ist los im Revier?

  • Rotwild. Während sich in den Augebieten die Hirsche abgebrunftet ausruhen und dabei kaum ihren Einstand verlassen, erlebt die Brunft im Gebirge in den ersten Oktobertagen nochmals einen Höhepunkt. Die letzten Tiere sind brunftig, und so liefern sich die Hirsche erbitterte Kämpfe. Platzhirsche, die sich in der Brunft völlig verausgabt haben, beginnen auch später mit dem Haarwechsel; daher kann man sich nicht darauf verlassen, dass lediglich die „Uralten“ noch rot sind. Nicht selten kommt es vor, dass in Almgebieten das letzte Röhren und das Balzen der Birkhahnen – es beginnt die Afterbalz – zusammenfallen. 
    Rehwild. Im Oktober endet in den meisten Bundesländern die Schuss­zeit für Rehböcke. Dies hat auch seine Berechtigung, denn bereits Ende des Monats werfen die ersten Böcke ihr Geweih ab. Nicht die alten oder die am besten veranlagten Rehböcke beginnen damit, sondern die konditionell stärksten. Es ist also Vorsicht geboten, wenn man einen erlegten Bock am Geweih bergen will! Der Oktober bietet dem Jäger auch einen guten Überblick über die Abschüsse von Geißen und Kitzen. Altgeißen können noch über eine teilweise rote Deckenfarbe verfügen, Bock- und Geißkitze sind anhand von Pinsel und Schürze gut auseinanderzuhalten.
    Murmeltier. Und wieder ist ein „Mankeijahr“ auf der Oberfläche vorbei. Bereits Mitte des Monats verschließen die Ersten ihren Bau und beginnen mit dem Winterschlaf. Zwar ist dies gebietsweise oft sehr unterschiedlich und abhängig von der geo­grafischen Lage bzw. der Äsung, doch kann man überall beobachten, dass die Aktivität deutlich nachgelassen hat und sich die Murmeltiere oft nur noch in Baunähe aufhalten.
    Feldhase. Scheinwerfertaxationen geben Aufschluss darüber, wie hoch der Hasenbesatz im Revier ist. Nach diesen Besatz­erhebungen wird in Niederwildrevieren entschieden, ob, wo und wie oft gejagt wird. Eine exakte Besatzerhebung ist daher Garant für eine nachhaltige Bejagung!
    Fasan. Die Mauser bei Hahn und Henne ist meist schon erfolgt. Lediglich bei jungen Stücken kann man nach Erlegung Ende des Monats noch einige „Blutkiele“ – nicht fertig gemauserte Federn – sehen. Das Alter der Hahnen kann man an mehreren Merkmalen schätzen: So gibt nicht nur die Länge und die Verhärtung des Sporns Aufschluss über das ungefähre Alter, auch Rosen und Deichselfedern werden von erfahrenen Niederwildjägern beachtet. 

  • Artikel in der aktuellen Ausgabe auf Seite 4.