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IM JAGDREVIER

Im Jagdrevier, November 2019

Ein Knochenjob?

Jagdmesser ist nicht gleich Jagdmesser. Neben dem Material bestimmt auch die Veredelung, etwa durch Gravuren, den Wert eines Messers. – Wir haben einen Scrimshaw-Künstler in seiner Werkstatt besucht.
 

Oliver Deck, MSc

Von außen sieht man dem kleinen Häuschen in der süd­ungarischen Siedlung Kisdobsza nicht an, dass hier kreative Kunstwerke – Gravur und Scrim­shaw-Motive – das Licht der Welt erblicken. Attila Harmat, 50 Jahre alt, graviert in seiner 9 m²-­Werkstatt neben Waffen auch die ­beliebten Scrim­shaw-Damast­messer für den WEID­WERK-­Shop. Nach dem ­Erfolg der Steinbock-Serie – und aller anderen Serien der letzten Jahre, die vom Rehbock bis hin zum Elefanten reichen – wird den Griff der auf 7 Stück ­limitierten Messer dieses Jahr ein Wolf zieren. Wir haben dem sympathischen Graveur einen Besuch ­abgestattet und ihm bei der Arbeit über die Schulter geschaut.


Wertvolle Rohstoffe
Wie so oft spielt die Qualität der ­Ausgangsmaterialien eine entscheidende Rolle für den Wert des Produkts. Daher wird bei der Produktion der neuen WEIDWERK Scrimshaw-Messer nur auf beste Materialien zurück­gegriffen. Die Messer werden vom bekannten Messermacher Stefan Gobec hergestellt. Die Griffschalen bestehen aus Mammut­elfenbein, das aus der sibirischen Taiga stammt, der Klingenstahl wiederum aus rostfreiem Damacore DC18N. Die Mittellage besteht aus N11X, einem mit Stickstoff legierten Stahl. Dieser kombiniert hohe Korrosions­beständig­keit mit Schnitthaltigkeit und Festigkeit. Die Außenschichten bestehen aus RWL34 und PMC27. Beide Stähle bestehen aus martensitischem Edelstahl mit einem Chromgehalt von mindestens 13 %. In Kombination mit der Scrimshaw-­Gravur auf dem polierten Mammut­elfenbein entstehen so sieben hoch­wertige handgefertigte Unikate, die bei Kennern längst einen unschätzbaren Sammlerwert haben.


Scrimshaw
Mit Scrimshaw wird die „Elfenbeinschnitzerei“ beschrieben. Diese Technik, in Knochen oder Zähne zu gravieren, stammt von den Walfängern aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die in erster Linie auf Pottwalzähnen gravierten. Bekannt wurde das Scrimshaw durch den berühmten Sammler und Präsidenten der Vereinigten Staaten, John F. Kennedy. Bei den WEIDWERK Scrimshaw-­Messern kommt, wie gesagt, fossiles Mammutelfenbein zum Einsatz. Dieses wird zunächst poliert und in Form gebracht. Die auf die Messer von Stefan Gobec angepassten Griffschalen werden anschließend von Attila Harmat in seiner Werkstatt unter einem Mikroskop
mit einem feinen Werkzeug graviert, das durch einen Luftkompressor angetrieben wird und „wie ein kleiner Presslufthammer kleine Punkte in das ­Material sticht“, so Harmat. Wir wollen uns das genauer an­sehen und begleiten den Meister in seine Werkstatt. Der eigentliche Arbeits­bereich misst nur etwa 1 m2 und ist ­voller kleiner Werkzeuge, einem ­Kompressor, einem Mikroskop und einer Gravierkugel, auf welcher der Messergriff fixiert wird.

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Artikel in der aktuellen Ausgabe ab Seite 50. 

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