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BUCHAUSZUG

Gelesen, Dezember 2017

Die Birsch im Schneehemd

Die Birsch auf den Fuchs gehört zur Hohen Schule der Jagd. Wann und wie man am erfolgreichsten auf den Fuchs birscht, beschreibt Bruno Hespeler in seinem kürzlich erschienenen Buch „Fuchsjagern“.

Die Birsch im Schnee funktioniert nicht, wenn dieser den Jäger nicht trägt. Ideal ist flaumiger Schnee. Der soll nicht allzu hoch liegen, aber doch so, dass er das selten geräuschlose Auftreten auf gefrorenem Boden oder das Brechen dürren Astwerks verhindert. Ganz gut birscht es sich auch bei leichtem Schneefall. Wichtigster Grundsatz: Wir birschen möglichst gegen den Wind! Was uns die Annäherung erleichtert, ist die Gesichtsanatomie des Fuchses – seine nach vorn gerichteten Seher. Während nämlich der Hase mit seinen seitlich platzierten Sehern fast Rundumsicht genießt, fokussiert sich der Blick des Fuchses ganz nach vorn. Solange er nicht in unsere Richtung schaut, dürfen wir uns bewegen. Es heißt also gelegentlich geduldig warten, ehe wir wieder ein paar Schritte wagen. Am einfachsten ist die Annäherung immer von hinten oder von schräg hinten, und hier wiederum, solange der Fuchs mit einer Maus beschäftigt ist. Da steht er oft längere Zeit völlig unbeweglich und fixiert mit schräg ­gehaltenem Kopf eine Stelle im Schnee. Dabei sind nicht nur seine Seher, sondern auch seine Gehöre völlig nach vorn gerichtet, und seine Konzentration gehört absolut der Beute ...

Artikel in der aktuellen Ausgabe auf Seite 61. 

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