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BUCHAUSZUG

Gelesen, Oktober 2017

Am Boden sitzen oder oben?

Die Entscheidung, an welcher Stelle man seinen Luderplatz einrichtet, ist ebenso wichtig wie die Frage, ob man seine Ansitzeinrichtung besser auf dem Boden baut, oder doch einen Hochsitz für die Winteransitze wählt!

Die altherkömmlichen Luderhütten wurden meist in einen Hang gebaut, zu­mindest mit Erdreich angeböscht. Sie waren also stationär, und das war das Problem – man musste einen wirklich geeigneten Platz für das Bauwerk finden, samt Genehmigung. Für diese Bauweise sprach, zumindest im ebenen Gelände, dass man die Füchse auch bei schlechtem Licht sah und ohne Optik schießen konnte. Man fuhr vom immer etwas helleren Himmel ins un­mittelbar darunter befindliche Ziel. Heute kann man sich einen Schuss flach über den Boden einfach nicht mehr leisten. Besser ist daher eine leichte, trans­portable Luderhütte. Zunächst baute ich aus Kanthölzern (6×6 cm) das Skelett, und zwar über einem Boden, bestehend ebenfalls aus zwei Kant­hölzern und 24 mm starken Brettern oder einer als Boden dienenden Euro­palette. Dieses Skelett wurde mit 18 mm starken Brettern verkleidet und zudem innen fugenlos mit Teppichboden beschlagen. So waren sie absolut zugfrei. Vorne befand sich eine nach oben schwenkbare Klappe, welche die Schießluke freigab; seitlich war eine kleine, knapp 50 cm breite Tür. Damit sowohl bei der Bewegung als auch beim Hantieren mit Glas oder Gewehr keine unnötigen Geräusche entstanden (und für etwas Komfort gesorgt war), wurden Sitzbank, Lehne und Boden mit alten, trockenen Futtersäcken belegt. Wer will, kann sich auch ein Fenster in die Luke montieren, am besten aus beschlagfreiem Plexiglas. Ich habe gerne darauf verzichtet, um wenigstens noch etwas vom Hauch der Winternacht zu spüren ...

Artikel in der aktuellen Ausgabe auf Seite 69. 

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