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FISCHEN

Fischen, Mai 2017

Hochzeitszug der Perlfische – ein Naturschauspiel!

Taucht ein Rogner am Laichplatz auf, wird er sofort von Milchnern „umzingelt“, und rasch beginnt auch schon eine Verfolgungsjagd ...

Text & Fotos Wolfgang Hauer

Zwischen Mitte April und Anfang Mai steigen zahlreiche Perlfische aus dem Atter- und Mondsee in die Zuflüsse Seeache und Zeller Ache auf, um dort zu laichen. Am Wolfgangsee hingegen wandern die meisten laich­reifen Perlfische in die Ischler Ache, den Abfluss des Sees hinunter. Der Großteil der Fische laicht dann auf Schotterbänken in der Ache selbst. 
Erstaunlich ist, dass manche Perlfische zur Eiablage weit in kleine Zubringerbäche aufsteigen. Auslöser für diese Massenwanderung sind Schönwetterphasen und ein damit einhergehendes Ansteigen der Wassertemperatur auf über 10° Celsius. Kommt es, wie zu dieser Jahreszeit üblich, zu einem Kälte­einbruch, brechen die Perlfische ihren Laichzug vorübergehend ab. 
Die Laichplätze liegen an stark überströmten Kies- und Schotterbänken im relativ seichten Wasser (15–35 cm). Zuerst finden sich dort die Milchner ein, die im Gegensatz zu den Rognern einen markanten Laichausschlag aufweisen. Dieser ist im Kopfbereich am dichtesten und kann bei älteren Milchnern entlang der Flanken zurück bis zur Schwanzwurzel reichen ... 

Artikel in der aktuellen Ausgabe auf Seite 34. 

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