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FISCHEN

Fischen, Dezember 2017

Mit Kajak und Rute . . .

Wie so viele „fischige“ Trends kommt auch die Kajakfischerei von den US-Amerikanern zu uns herüber. Eigentlich haben aber bereits die Ureinwohner der arktischen Regionen, etwa die Inuit, vor rund 4.000 Jahren Kanus aus Robbenhäuten gefertigt und damit erfolgreich gefischt und gejagt.

Text & Fotos Wolfgang Hauer

Mit einem Kajak oder Kanu über das Wasser zu gleiten, ist bekanntlich ein sehr schöner Sport, bei dem man die Natur besonders intensiv genießen kann. Was liegt also näher, als diese Boote auch bei der Fischerei einzusetzen? Mit diesen Wasserfahrzeugen kommt man erstaunlich nah an Fische heran, ohne sie zu vergrämen, was wohl auch an der sehr schmalen Silhouette und dem geringen Wellenschlag, den man mit ihnen verursacht, liegt. Mit diesen Angelkajaks sind auch Gewässerabschnitte, wie Altarme oder Seichtbereiche, erreichbar, die mit herkömmlichen Booten nicht befahrbar wären. Dass man beim Befahren solcher sensiblen Bereiche entsprechen­de Zurückhaltung und Vorsicht walten lässt, ist selbstverständlich. Heute kommen Angelkajaks vor allem in Seen, Staubereichen und ruhigeren Flüssen, zunehmend aber auch in den Küstenbereichen bei der Salzwasser­fischerei, zum Einsatz.

Weitere Vorteile 
Abgesehen vom intensiven Naturerlebnis bieten die Angelkajaks gegenüber herkömmlichen Booten noch einige weitere Vorteile. Während man für ein normales Anglerboot einen Liegeplatz und/oder einen Bootstrailer benötigt, kann man das Angelkajak einfach zu Hause lagern. Wenn man Lust zum Angeln hat, ist es in wenigen Minuten am Autodach befestigt, und auf geht’s in Richtung Gewässer. Man ist mit ihnen also extrem flexibel! Am Wasser angekommen, braucht man dann auch keine Slipstelle oder befestigte Zufahrt, sondern kann das Kajak vom Auto aus auch einige Meter bis zum Gewässer ziehen und über jedes einigermaßen begehbare Ufer ins Wasser bringen. 
Ist man mit dem Kajak einmal im Wasser, sind die Möglichkeiten nahezu unbegrenzt. Nahezu deshalb, weil Schutzzonen natürlich auch für Kajakfahrer gelten. Das Schöne daran ist aber, dass man mit diesen Booten gut vorankommt, selbst größere Distanzen von mehreren Kilometern sind kein Problem. – Ein eindeutiger Vorteil gegenüber den Bellybooten. So können auch große Seen und Flüsse befahren und die besten Angelstellen erkundet werden ...

Artikel in der aktuellen Ausgabe auf Seite 26. 

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