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FISCHEN

Fischen, Juli 2018

Hecht: faszinierende Fliegenfischerei

Um einen Hecht zu fangen, gibt es zahlreiche Möglichkeiten. An den großen Seen des Salzkammerguts werden die meisten Hechte beim Schleppangeln gefangen, aber auch mit der Spinnrute, dem Drop-Shot-System oder mit dem toten Köderfisch. Eines ist jedoch fix: Einen Hecht mit der Fliegenrute zu fangen, ist ein ganz besonderes Erlebnis . . .

Wolfgang Hauer

Die Fischerei auf den Hecht mit einem Streamer wird immer populärer. Eine wesentliche Voraussetzung ist allerdings ein passendes Gewässer. Besonders Einsteiger sollten ein Revier mit gutem Hecht­bestand aufsuchen, ideal sind kleinere, nicht zu tiefe Stillgewässer. Aber auch die Uferzonen der Salzkammergut-Seen lassen sich mit dem Streamer gut befischen. 

Erfolgreiche Methode
Das Fliegenfischen auf den Hecht ist aber nicht nur sehr spannend, sondern meist auch überraschend erfolgreich. Oft kennen die Hechte die Streamer noch nicht und reagieren darauf weniger scheu als auf die ihnen längst bekannten Spinn- oder Schleppköder. Zudem kann man die Streamer wesentlich länger an Stellen, an denen man Hechte vermutet, präsentieren, als dies mit herkömmlichen Kunstködern, wie zum Beispiel Gummifischen, möglich ist. Es kann daher vorkommen, dass anstelle eines Hechtes plötzlich auch andere Raubfische, wie Rapfen, Welse, Barsche oder Zander, am Ende der Leine hängen.

Wahl der Streamer
Vor allem Anfänger sollten nicht zu schwere Streamer wählen, da diese das Werfen erheblich erschweren. Zudem sind beschwerte Streamer beim Werfen nicht einfach zu kontrollieren und können daher beim Vorwurf zu brandgefährlichen Geschossen werden. Deshalb empfehlen sich anfangs un­beschwerte Streamer aus Synthetik­fasern, die den großen Vorteil haben, dass sie sich nicht mit Wasser voll­saugen, wie etwa Streamer aus Zonker-Strips. Dadurch lassen sie sich viel leichter und weiter werfen als beschwerte Strea­mer. 
Auch wenn Streamer für Hechte –insbesondere im Frühjahr – eigentlich nicht zu groß sein können, sollte man sich für den Anfang auf etwa fingerlange Streamer beschränken, da diese immer fangen und wiederum leichter zu werfen sind als die buschigen wind­anfälligen Riesen. Ob der gewählte Streamer mit einem Einzelhaken oder Doppelhakensystemen ausgestattet sein soll, ist Geschmackssache. Sehr praktisch sind auch Streamer, die auf Tuben gebunden sind, wodurch man die Farben oder Größen rasch wechseln kann. Damit die Streamer natürlich und aufreizend spielen, kann man sie mit einem starken Karabiner am Vorfach befestigen und sie so jederzeit wechseln. Wenn man keine Karabiner verwenden möchte, kann man auch Schlaufenknoten, wie den Rapala­knoten oder den Palstek, verwenden ...

Artikel in der aktuellen Ausgabe auf Seite 24. 

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