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FISCHEN

Fischen, November 2018

Thayatal: fischreiches Naturjuwel

Die Thaya verläuft zu einem großen Teil an der Staatsgrenze zwischen Österreich und Tschechien, ihr Name entstammt dem illyrischen Wort „Dujas“ und bedeutet „rauschender Fluss“. Der Flusslauf der Thaya ist bis heute weitgehend naturbelassen, was das Thayatal zu einem der schönsten und artenreichsten Flusstäler Österreichs macht. – Ein Naturjuwel der Extraklasse!

Wolfgang Hauer

Aus gutem Grund wurde das Thayatal über weite Bereiche ­zum Europa­schutzgebiet (Natura 2000) erklärt: Es zählt wohl zu den schönsten und artenreichsten Fluss­tälern Österreichs. Bei ihrer Mündung in die March bei Hohenau/March, Bezirk Gänserndorf, Niederösterreich, hat die Thaya bereits ein Einzugsgebiet von etwa 13.000 km². 

Abwechslungsreich
Auch heute noch weist die Thaya einen weitgehend naturbelassenen Flusslauf auf. Die vor allem in den Mäander­strecken ursprünglich häufigen Altarme sind leider der Landwirtschaft zum Opfer gefallen, dennoch ist der Lauf der Thaya abwechslungsreich. Neben rasch fließenden Gefällestrecken mit Kiesgrund dominieren insbesondere ausgedehnte Ruhigwasserbereiche in den Mäandern bzw. in den zahl­reichen Staustufen. Die vielen Querbauwerke dienten einst dem Betrieb von Mühlen, heute sind sie aber oft ungenutzt und verfallen oder dienen der Stromerzeugung. 
Nach wie vor findet man zahl­reiche Strukturen, wie Totholz­ansammlungen, unterspülte Ufer und zum Teil weit über das Wasser hängende Äste, die den Fischen viele Unterstände sowie Versteckmöglichkeiten bieten und dadurch für Artenreichtum sorgen. Die Angelfischerei ist daher auch ein bedeutsamer Wirtschafts- und Tourismusfaktor im Thayatal und lebt seit Jahrzehnten einen nachhaltigen, sanften Tourismus vor. Wesentliche Elemente dafür sind die natürliche Landschaft, die von ­der Deutschen Thaya, der Mährischen Thaya und der Thaya selbst geprägt werden, sowie reich­haltige Kultur-, Genuss- und Natur­angebote. 
Der etwa 142 km lange Oberlauf der Thaya umfasst dabei insgesamt 19 sehr interessante Reviere zum Fischen. Die Flussabschnitte gliedern sich in die Deutsche Thaya mit rund 96,5 km, die Mährische Thaya mit rund 17,4 km und die Thaya von Raabs bis zur Staatsgrenze zu Tschechien bei Unterthürnau mit rund 27,8 km. 

Raubfischrevier der Extraklasse
Ein besonderes „Schmankerl“ ist das über 14,5 km lange Fischerei-Revier ­von der Staatsgrenze weg fluss­aufwärts bis zur Listmühle oberhalb der Thayabrücke in Eibenstein/Thaya, Bezirk Waidhofen/Thaya, Niederösterreich. Für dieses Gebiet werden Jahres-, Monats-, Wochen-, und 3-Tages­lizenzen ausgegeben. 
Bei meinem ersten Besuch be­gleitete mich Josef Polt, ein exzellenter Raubfischangler und profunder Kenner dieses Reviers. Ich war vor allem ­vom enormen Reichtum an Fischarten in diesem Revier beeindruckt: Neben ­Lauben und Aiteln (Döbeln) kommen zudem auch Nasen, Rußnasen, Barben und Haseln vor. Die ruhig fließenden, weichgründigen Abschnitte bieten ideale Bedingungen für große Karpfen, die auch regelmäßig dort gefangen werden. Besonders beeindruckt haben mich aber die großen Rapfen, die bei ihrer Jagd nach Lauben das Wasser aufpeitschen. 
Überrascht war ich zudem vom guten Zanderbestand. Dank der per­fekten Anleitung durch meinen Guide Josef Polt konnte ich bereits nach einer halben Stunde einen 60 cm langen ­Zander ­im Weißwasser einer Wehr überlisten. Der Zanderbestand wird durch Besatz gestützt und entwickelt sich im „naturtrüben“ Wasser der Thaya ausge­zeichnet. Auch der Bestand an Hechten und Wallern ist hervor­ragend, be­gründet wiederum durch ­das gute ­Naturaufkommen im Fluss. Selbst Fluss­barsche wachsen hier bei gutem Nahrungsangebot zu stattlichen Exemplaren heran ...

Artikel in der aktuellen Ausgabe auf Seite 28. 

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