Previous Frame Next Frame

FISCHEN

Fischen, April 2019

Vielfältige Barsche!

Auch wenn Barsche im Vergleich zu Wels, Hecht und Zander relativ klein bleiben, zählt der Fang eines kapitalen Barsches zu den absoluten Highlights der Raubfisch-Angelei!

Wolfgang Hauer

Barsche zählen wohl zu den am ­häufigsten gefangenen Fischen Öster­reichs. Die kleineren Exemplare sind relativ gierig und entsprechend einfach zu fangen. Ganz anders sieht es mit größeren Barschen aus; sie sind sehr misstrauisch und oft nur mit speziellen Methoden zu überlisten. Dazu kommt, dass die wirklich großen Exemplare meist nur zu bestimmten Jahreszeiten und auch hier nur während kurzer Zeitfenster effektiv befischt werden können. Der Fang großer Barsche mit feinem Gerät ist schon wegen ihrer harten Bisse und scharfen Fluchten ein Erlebnis. Ein Flussbarsch mit über 40 cm zählt zweifellos zu den Highlights der Raubfisch-Angelei! Tatsache ist, dass es auch in Österreich Gewässer gibt, in denen jedes Jahr Barsche mit bis zu 50 cm und mehr gefangen ­werden. ­Natürlich sind das absolute Ausnahmefische, und damit solche Prachtexemplare auch in Zukunft ­ge­fangen werden können, braucht es Verantwortung. Daher halte ich es persön­lich für sinnvoll, vor allem ­größere Barsche wenn möglich wieder zurückzusetzen. Von ihnen gibt es meist nicht allzu viele, und diese ­großwüchsigen Fische sollten sich ­weiter fortpflanzen können. Habe ich Lust auf Barschfilets, dann entnehme ich Exemplare aus den mittleren Alters­klassen. Von ihnen gibt es meist recht viele, und sie lassen sich auch gut filetieren.

Schwärme im Herbst
Wenn ich an meine ersten Barsche zurück­denke, dann fallen mir die schön gezeichneten Exemplare des Otten­steiner Stausees ein. Mit der Spinnrute und kleinen Mepps-Blinkern habe ich dort gemeinsam mit meinem Vater bereits vor rund 45 Jahren zahlreiche Barsche gefangen. Oft folgte dem einen gehakten Barsch ein ganzer Schwarm neugieriger „Kollegen“. 

Zu den besten Barschgewässern Österreichs zählt zweifellos der ­Ossiacher See in Kärnten. Dort werden jedes Jahr Exemplare mit bis zu 50 cm gefangen, auch wenn es sich hierbei natürlich um Ausnahmefische handelt. Im Spätherbst sammeln sich ihre Beute­fische in großen Schwärmen in Ufernähe oder unter Bootshäusern. Die großen Barsche lauern dann gern in Grundnähe und greifen diese aus der Tiefe an. In solchen Situationen können alle üblichen Köder versagen.

An einem kalten Morgen brachten mir einige kleine Zocker aus meiner Köderbox doch noch einen großen Barsch. Aber auch andere Kärntner Seen, wie der Wörthersee, der Afritzer See oder der Millstätter See, be­herbergen recht großwüchsige Barsch­bestände. Meist wird dort mit kleinen Gummi­fischen oder toten Köder­fischen auf die Barsche gefischt. Manchmal lassen sich Barsche auch mit der ­Hegene fangen, quasi als Beifang beim Renkenfischen mit den herkömmlichen Nymphen.

...

Artikel in der aktuellen Ausgabe ab Seite 39. 

Neugierig geworden? Hier das WEIDWERK-Schnupperabo bestellen!

Diese Website verwendet Cookies nhere Informationen dazu und zu Ihren Rechten als Benutzer finden Sie in unserer Datenschutzerklrung. Klicken Sie auf Ich stimme zu, um Cookies zu akzeptieren oder verwalten Sie Ihre Cookies selbst.