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ERZHLUNG

Erzhlung, August 2018

Ein Morgen im Mais

Eine intensive Jagd auf Schwarzwild ist gerade im Sommer notwendig, um landwirtschaftliche Flächen vor den schwarzen „Leckermäulern“ zu schützen, was mit einem doch beträchtlichen Aufwand verbunden ist ...

Eike Mross

Im Sommer, wenn auf den Feldern alles blüht, wächst und gedeiht, gestaltet sich die Jagd auf Schwarzwild oft entsprechend schwierig, ist allerdings für den Schutz der Agrarpflanzen von großer Bedeutung. Die Sauen befinden sich so gut wie immer in der hohen Vegetation, sei es im Raps, im Mais oder selbst im hohen Gras um die Äcker herum. Nun gilt es, die Schwarzkittel an den etwas offeneren Stellen in Anblick zu bekommen. 

Jagd im Maisfeld
Bei etlichen Schwarzwildjagden im Sommer habe ich bereits einiges an Erfahrung sammeln können und kenne mittlerweile die passenden Stellen für eine Erfolg versprechende Bejagung. Dabei hat man beim Ansitz an einem Maisacker üblicherweise nur wenige Schneisen zur Verfügung, sofern nicht der Landwirt nach Absprache mit dem Jäger solche angelegt hat. Zur Wildschadens­abwehr empfiehlt es sich, den Mais zum Schutz einzuzäunen, wobei es sinnvoll erscheint, den Zaun mit etwas Abstand zum Feld zu errichten. Von hier aus kann nämlich dann das raffinierte Schwarzwild, das es trotz des Hindernisses in den Mais geschafft hat, besser bejagt werden. Befinden sich darin „Fehlstellen“ oder Wasserlöcher, sind diese für die Sauen ebenfalls Anziehungspunkte, an denen eine Bejagung einfacher ist. 

Sauen im Raps- und Getreidefeld
Ähnlich verhält es sich bei Rapsfeldern, die allerdings nicht eingezäunt werden und daher für das Wild zum reinsten „Dorado“ werden können. Wenn die Tiere innerhalb des Rapsfeldes auch noch eine Möglichkeit zum Schöpfen vorfinden, ist es schwer, sie überhaupt außerhalb des Schlages zu erwischen. Im Inneren des Feldes bewegen sich die Sauen in Tunneln und legen zudem Kessel an. Da die Birsch in einem Rapsfeld schier unmöglich ist, bieten sich auch hier hauptsächlich Fehlstellen an. Hält sich eine Rotte regel­mäßig in einem Rapsfeld auf, so kann man die Hauptein- und -auswechsel gut an den breiten Tunneln erkennen und dort mit mobilen Sitzen – unter Berücksichtigung des Windes – einen Ansitz wagen. Im Mais wie auch im Raps sind Nachsuchen unglaublich schwierig, und schon wenige Meter Flucht können über Erfolg oder Niederlage entscheiden. Außerdem ist das Risiko für die Schweißhundeführer und ihre Hunde durch die geringe Sichtweite erheblich größer. Dies sollte man beim Schuss immer im Hinterkopf haben! 
Im Getreide hat man immerhin den Vorteil, dass man das Feld überblicken kann. Allerdings wächst das meiste Getreide so hoch, dass die Sauen – wenn überhaupt – nicht weit heraus­ragen. Hier fällt nicht zuletzt das Ansprechen schwer. Frischlinge sind so gut wie nie zu sehen und können nur durch sich bewegende Halme ausgemacht werden. Das Angehen im Getreide ist dabei relativ einfach. Am besten ist es, sich eine Fahrspur zu suchen, die möglichst weit in die Nähe der Sauen führt, und sich dann eine freiere Stelle oder Fahrspur für das Antragen des Schusses zu suchen. Sicherer hierfür ist natürlich immer der Ein- oder Auswechsel ...

Artikel in der aktuellen Ausgabe auf Seite 18. 

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