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AKTUELL

Oktober Aktuell 2017

Niederösterreich

Projekt „Wild & Straße“

Im Beisein von Landesrat DI Ludwig Schleritzko, DI Rainer Irschik (Ab­teilung Landesstraßenbau und -ver­waltung), LJM-Stellv. Dir. Werner Spinka (NÖ LJV) und Landesforstdir. w. HR DI Hubert Schwarzinger wurden am 4. 9. 2017 in der Straßenmeisterei Krems 10.800 Wildwarner – optische und akustische Geräte sowie Vergrämungsmittel – an Jägerschaft und den NÖ Straßendienst ausgegeben. Bis Ende 2017 werden diese Wild­warn­geräte in 47 Jagdrevieren auf einer Länge von 105 Straßen­kilometern angebracht. Damit sind in Niederösterreich in Summe mehr als 750 neuralgische Straßenabschnitte auf einer Länge von rund 935 km mit 61.000 Wild­warn­geräten versehen. In dermaßen „geschützten“ Streckenabschnitten konnten im Zuge dieses sehenswerten Projekts, das in Zusammenarbeit zwischen dem Land Niederösterreich, dem NÖ Landesjagdverband und der Universität für Bodenkultur seit 2008 besteht, die Wild­unfälle um bis zu 66 % reduziert werden! Das auch von den Jägern gut angenommene Projekt – derzeit beteiligen sich 312 Jagdreviere – wird selbstverständlich weitergeführt, um die Verkehrssicherheit auf Niederösterreichs Straßen weiter zu erhöhen. Die Finanzierung der Wildwarn­geräte erfolgt zu einem Drittel durch das Land Niederösterreich (Landschaftsfond und NÖ Straßendienst) und zu zwei Dritteln durch die Jägerschaft (gemeinsam mit örtlichen Sponsoren, wie Gemeinden usw.). – Damit wird ein wesent­licher Beitrag zur Reduzierung der Wild­unfallzahlen und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für die All­gemeinheit geleistet! Denn eine Ver­ringerung von Verkehrsunfällen mit Wild hat nicht nur einen ökonomischen Wert für die Jagd, sondern auch für Fahrzeughalter und Versicherungen – nicht zuletzt wird damit unnötiges Tierleid verhindert!

Niederösterreich

Schnepfenjagd

Niederösterreich ist die letzte Region in der gesamten Europäischen Union (und damit auch das letzte Bundesland Österreichs), in der eine Frühjahrs­bejagung der Waldschnepfe (noch) mög­lich ist. Die EU-Kommission droht allerdings seit einiger Zeit mit einem Vertragsverletzungsverfahren samt Klage, worauf das Land Nieder­österreich eine Expertise von Univ.-Prof. i. R. Dr. Gerhard Spitzer in Auftrag gegeben hat, aus der hervorgeht, dass sich die Frühjahrsbejagung (bei der nur Hahnen entnommen werden) nicht negativ auf die Population auswirkt, weil diese bei einer poly­gynen Vogelart wie der Waldschnepfe schonender ist als die Herbstjagd. Auf Basis dieser Studie hat das Land NÖ die Höchst­abschusszahlen im heurigen Jahr von 1.410 auf 759 Stück herabgesetzt. EU-Kommissar Karmenu Vella reicht diese Änderung nicht, er verlangt die komplette Streichung der Frühjahrs­jagd. Auf das Schreiben des Kommissars hat das Land Niederösterreich noch einmal mit fachlichen Argumenten geantwortet; man will mit dem Kommissar dazu in einen fach­lichen Diskurs treten. Mit Spannung bleibt abzuwarten, wie es weitergeht.

FACE

Junge Jäger für die Biodiversität

Die nachhaltige Jagd ist eine positive Kraft für den Naturschutz! Dies war eine der Botschaften von EU-Umweltkommissar Karmenu Vella bei der „Konferenz Junge Jäger: Sicherung einer Zukunft für Europas Biodiversität“ am 6. 9. 2017 im Europäischen Parlament. Die Konferenz wurde von der parlamentarischen Intergruppe Bio­diversität, Jagd, ländliche Aktivitäten und der FACE organisiert. Die Podiums­teilnehmer diskutierten Kommuni­kationsstrategien zur bestmöglichen Verbreitung der Beiträge junger Jäger für den Naturschutz und die Wildtierbewirtschaftung.
www.face.eu

Artikel in der aktuellen Ausgabe auf Seite 8.