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AKTUELL

August Aktuell 2017

Allentsteig

Streitpunkt Wolf

Aufgrund der Wiederansiedlung des Wolfes am Truppenübungsplatz (TÜPL) Allentsteig, NÖ, im vergangenen Jahr kam es zu einem Konflikt zwischen Heeresökologen und der Bezirksbehörde Zwettl – dieser wird mittlerweile gerichtlich behandelt. Nachdem sechs Jungwölfe aus dem dies­jährigen Wurf bestätigt wurden, wuchs das bestehende Wolfsrudel auf mittlerweile elf Wölfe an. Laut Christian Kubitschka, Leiter der Abteilung Nachhaltigkeit/Raumnutzung des TÜPL, wird der Rotwildbestand um etwa eineinhalb Rotwild­kälber pro Tag dezimiert. Aufgrund dieser zusätz­lichen Reduktion sollte diese Anzahl vom Abschussplan abgezogen werden. Vertreter der Bezirksbehörde widersprechen dieser Aussage, da die Wildschäden am TÜPL nach wie vor zu hoch seien, weshalb der Abschuss­plan eingehalten werden müsse. Am 10. 7. 2017 startete der Prozess vor Gericht. Entscheidet das Gericht zugunsten des Bundesheeres, wäre dieser Fall laut Kubitschka ein Präzedenzfall, da erstmals Wolfsrisse behördlich anerkannt würden. 
Seit Wochen versucht eine Arbeits­gemeinschaft, bestehend aus Vertretern der Landwirtschaftskammer und des NÖ Landesjagdverbandes, den bestehenden Managementplan für den Wolf weiterzuentwickeln. Faktoren, wie die Sicherheit für Mensch und Tier und die Unterstützung betroffener Landwirte, sollten berücksichtigt werden. Weitere Punkte dieses Projekts werden die Schadensabgeltung und die Finanzierung diverser Sicherheitseinrichtungen sein. Rechtliche Grundlagen sollten ebenso in die Über­legungen eingebunden werden wie eventuelle Maßnahmen zur Bestandsregulierung des Wolfes. Ziel dieser Vereinigung ist es, Konflikte in Zukunft zu vermeiden. Während der NÖ Landesjagdverband den Fokus unter anderem auf ein faires Entschädigungsmodell legt, setzt der WWF auf eine groß angelegte Aufklärungsarbeit.

Tschechien/Österreich

Afrikanische Schweinepest

Da in Zlín, Tschechien, rund 80 km von Österreich entfernt, bei mittlerweile 30 verendeten Wildschweinen (Stand: 13. 7. 2017) die Afrikanische Schweinepest diagnos­tiziert wurde, wurden per Verordnung strikte Maßnahmen sowohl im Bezirk Zlín, CZ, als auch in den Bezirken Holla­brunn, Tulln, Korneuburg, Mistelbach, Bruck/Leitha, Gänserndorf sowie in ganz Wien eingeführt. Ausführ­liche Informationen zu den Maßnahmen, die vor allem Jäger und Hausschweinbesitzer betreffen, finden Sie in „Bundesland aktuell“, Seite 10.

FACE

EU: Einfuhrbeschränkung

In Brüssel wurde am 27. 6. 2017 auf Vorschlag des deutschen Umwelt­ministeriums über Beschränkungen der Einfuhr von Jagdtrophäen nicht bedrohter CITES-Arten abgestimmt. Die Mehrheit der EU-Mitgliedsländer lehnte den Vorschlag ab, da er nicht durch wissenschaftliche Belege untermauert werden konnte. Entgegen einer CITES-Empfehlung wurden da­rüber hinaus keine ordentlichen Beratungen mit den betroffenen Ländern durchgeführt. Wie sich he­rausstellte, ging das deutsche Umweltministerium mit diesem Vorschlag einer Bittschrift der Tierschutzlobby von Mai 2017 nach. Laut dem General­sekretär der FACE, Ludwig Willnegger, müsse die Jägerschaft in Europa den Kampf gegen ungerechtfertigte Beschränkungen für die Einfuhr von Jagdtrophäen weiter fortsetzen. Die Regierungen der EU sollten die Trophäenjagd als ein wichtiges Instrument für die Natur­erhaltung und die Existenzsicherung der lokalen Bevölkerung anerkennen. Durch die Einkünfte aus der Jagd werden zum Beispiel Naturschutz­projekte und Maßnahmen gegen die Wilderei finanziert, des Weiteren ist der Jagdtourismus eine wichtige Einkommens­quelle für die dort ansässige Bevölkerung.

Hirschruf-Seminar

Exklusiv für WEIDWERK-Leser!

Das WEIDWERK veranstaltet gemeinsam mit dem 5-fachen Hirschruf-Staatsmeister und Gewinner der Inter­nationalen Meisterschaft, Oj. Christian Hoch­leitner, und dem österr. Hirschruf-Nationalteam das WEIDWERK Hirschruf-Seminar. Aufgrund der großen Nachfrage nach dem ersten Termin im Februar 2016 „schrie“ diese Veranstaltung förmlich nach einer Fortsetzung und dient zudem als Vorbereitung für die kommende Hirschbrunft-Saison!
Das Seminar findet am 31. 8. 2017, 18 bis ca. 21 Uhr, im Hotelgh. Seeland, Gold­egger Straße 114, 3100 St. Pölten-Waitzendorf, statt. Die Teilnehmer werden ersucht, vor­handene Rufinstrumente mitzubringen.
Anmeldungen: Tel. 01/405 16 36-18; 
Anmeldeschluss: 11. 8. 2017; 
WEIDWERK-Vorteilspreis: € 40,–; 
Kurs­nummer: HRUF-002; 
Im Zuge der Veranstaltung werden unter allen Teilnehmern Hirschruf-Instrumente verlost!

Artikel in der aktuellen Ausgabe auf Seite 8.