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AKTUELL

Monat aktuell, Dezember 2019

NÖ Jagdverband

Technische Nachtzielhilfen

Die derzeit überhand­nehmenden Bestände beim Schwarzwild und die daraus resultierenden Probleme haben nach langer und ­intensiver Diskussion im Vorstand und nach einer Reihe von Gesprächen mit Funktionären und Jägern in allen Vierteln des Landes die Entscheidung reifen lassen, dass sich der NÖ Jagdverband für eine Gesetzes­änderung einsetzt. Auch die Politik ist sich partei­übergreifend den Herausforderungen von hohen Wildschwein­beständen bewusst und hat aus diesem Grund im November eine Jagdgesetzes-­Novelle auf den Weg gebracht, die den Einsatz von technischen Nachtziel­hilfen voraussichtlich ab Mitte Jänner 2020 bei der Bejagung von Schwarzwild erlauben wird. Niederösterreichs Jägerinnen und Jäger sind die Ersten in Österreich, die Nachtzielhilfen bei der Schwarzwildbejagung benützen dürfen. Damit einher geht eine große Verantwortung, der sich die Jäger ­bewusst sein müssen.

Eine Reduktion der Schwarzwild­bestände ist unbedingt notwendig, da im Falle eines Ausbruchs der ­Afrikanischen Schweinepest (ASP) eine Ausbreitung derselben erschwert wird. „Wie die letzten Wochen gezeigt haben, ist der Abschuss in Nieder­österreich bereits jetzt schon um 30 % höher als im Vorjahr. Buchen- und Eichelmast im Wald und eine Steigerung des Maisanbaus sorgen für beste Nahrungsbedingungen für das Schwarzwild!“, wies LJM DI Josef Pröll auf die Wichtigkeit dieser Gesetzes­änderung hin. Die zu er­wartende weitere Zunahme der guten Witterungs- und Nahrungs­verhält­nisse (siehe Seite 24) führt auch zu hohen Schäden in der Landwirtschaft. Mithilfe dieser tech­nischen Hilfsmittel darf man sich eine leichtere und schnellere Reduktion der Schwarzwildbestände sowie eine Verringerung der Schäden in der Land­wirtschaft ­erhoffen. Dazu wird jedoch auch die Unterstützung der Landwirtschaft notwendig sein, indem sie die Er­richtung notwendiger Revier­einrichtungen zulässt und zwischen Maisfeld und Waldrand Streifen ­belässt, um die Jagd zu erleichtern.

Die neue Regelung erlaubt vorerst für die Dauer von vier Jahren (bis 31. 12. 2023) den Einsatz von technischen Nachtzielhilfen. Vor Ablauf der Be­fristung wird die nö. Landesregierung eine wissenschaftliche Evaluierung beauftragen, um den Erfolg zu bewerten.

Der Einsatz von Nachtzielhilfen ist nur jenen Jägern erlaubt, die zumindest in den letzten drei Jahren durchgehend im Besitz einer gültigen nö. Jagdkarte waren oder einen entsprechenden Schulungskurs für die richtige Handhabung dieser Geräte beim NÖ Jagdverband absolviert haben. Zudem ist eine schriftliche ­Zustimmung des Jagdausübungs­berechtigen (Jagdleiters) analog zur Bestimmung § 31 Z 4 NÖ Jagdverordnung (Verwendung von Kastenfallen) einzuholen. Mit den Nachtzielhilfen dürfen ausschließlich Wildschweine bejagt werden. Der Einsatz ohne die erforderlichen Voraussetzungen, bei anderen Wildarten oder Raubzeug wird als Verstoß gegen die Weid­gerechtig­keit gewertet. Bei Zuwiderhandeln drohen ein Strafrahmen von mindestens € 2.000,– bis € 20.000,– und der Entzug der Jagdkarte.

Weiterhin bleibt das Verbot des § 95 Abs. 1 Z 1 NÖ JG unverändert aufrecht, wonach die Jagd mit Kriegsmaterial nicht ausgeübt werden darf. Es kann davon ausgegangen werden, dass künstliche Nachtzielhilfen, die bei einem inländischen, befugten ­Gewerbetreibenden erworben werden können, üblicherweise nicht als Kriegsmaterial anzusehen sind.

Im Seuchenfall dürfen zudem spezielle Schwarzwild-Lebendfang­fallen eingesetzt werden.

Die nö. Jägerschaft nimmt eine wichtige Rolle als Partner der Landwirtschaft ein, einerseits in der ­Minimierung der landwirtschaft­lichen Schäden und andererseits in der Seuchenprävention bzw. bei einer notwendigen Eindämmung.

Hohe Jagd

Hirschruf-Meisterschaft

Auch 2020 findet im Rahmen der Fachmesse „Die Hohe Jagd & ­Fischerei“, vom 20. bis 23. 2. 2020 in Salzburg, unter anderem die Österr. Hirschruf-Meister­schaft statt. Der Bewerb wird vom WEIDWERK in Zusammenarbeit mit dem Sbg. Berufsjägerverband und der Reed Messe Salzburg durchgeführt. Wir laden an dieser Stelle alle Inte­ressierten herzlichst ein, sich für das Schreiduell der Spitzenklasse anzumelden: redaktion@weidwerk.at

 

Jäger helfen!

Wild in der Wiener "Gruft"

Am 17. 11. 2019 kochte der „wilde Wirt vom Lerchenfeld“, Herbert Hausmair, ein Hirschragout mit ­Semmelknödel für Obdachlose und Bedürftige im Caritas-Betreuungs­zentrum „Gruft“. Das WEIDWERK und der NÖ Jagdverband unterstützten diese Aktion auch in diesem Jahr. LJM DI Josef Pröll und Wiens Bürgermeister Dr. Michael Ludwig halfen bei der Ausspeisung. – Das Wildgericht kam bei den ­„Klienten“ der Gruft äußerst gut an! Die letzten Monate hatte das WEIDWERK zudem aufgerufen, warme Kleidung zu spenden. Dank der großzügigen Mithilfe seiner Leserinnen und Leser konnten bei diesem Termin zehn Kartons und Säcke voller Kleiderspenden an die Gruft über­geben werden.

 

WEIDWERK-Shop

Ihre Weihnachtsgeschenke

Haben Sie schon alle Weihnachtsgeschenke beisammen? Rechtzeitig vor Weihnachten haben wir den WEIDWERK-Onlineshop um einige neue Schmankerln erweitert: So gibt es etwa Sitzkissen bzw. Kfz-Futterale aus Filz und aus Loden, den brandneuen Schalldämpfertrockner „Drylencer“, einen neuen, innovativen Carbon-Birschstock (siehe Seite 53), das neue, wie immer streng limitierte Scrimshaw-Messer, Motiv „Wolf“ – handgemacht von Messermacher ­Stefan Gobec und veredelt von Attila Harmat –, sowie brandneue Jagd­gnicker. Die ebenfalls nagelneuen Broschü­ren der Serie „Tipps & Tricks aus der Jagdpraxis“ sind ein „Must-have“ für Jungjäger und Routiniers (Seite 23). Mit den Produkten aus dem WEIDWERK-Shop hat die Suche nach dem passenden Präsent für Ihre Liebsten ein Ende. Viel Spaß beim Schenken! www.weidwerk.at/shop


Unser Wild

Buchpräsentation

UAm 6. 11. 2019 ­präsentierte WEIDWERK-Fach­autor, Berufsjäger und Naturfotograf Christoph Burg-staller sein neuestes Buch, den Bildband Unser Wild ­(erschienen im Servus Verlag). Auf 260 Seiten bieten mehr als 500 Bilder einen faszinierenden ­Einblick in das Leben der heimischen Wildtiere und das Ökosystem Wald.  ­Begleitende Texte liefern interessante Fakten zum Lebensraum von Reh, Hirsch, Gams & Co. Mit einem ­Geleitwort von Sepp Forcher.

 

Aktuelle Meldungen in der aktuellen Ausgabe ab Seite 8. 

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