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AKTUELL

April aktuell 2020

Coronavirus: Lebensräume der Wildtiere respektieren

NÖ Jagdverband appelliert, Verordnungen der Bundesregierung sowie Jagdgesetz im Sinne der Wildtiere einzuhalten.

Aktuell mehren sich Berichte, wonach viele Menschen die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus für ausgedehnte Wald- und Feldspaziergänge und -aufenthalte nutzen. Der NÖ Jagdverband ruft daher alle Freizeitnutzer auf, die markierten Wege nicht zu verlassen, die Wildlebensräume und -einstände zu respektieren und Hunde – auch zu ihrem eigenen Schutz – angeleint zu führen.

„Wild fühlt sich dann weniger gestört, wenn Menschen vorhersehbar agieren und in den Revieren auf den angelegten Wegen bleiben. Werden die Wege verlassen, fühlen sich die Tiere bedrängt und geraten in Panik. Rotwild etwa flüchtet oft kilometerweit, bis es sich wieder sicher fühlt. Gerade in der Dämmerung ist es daher wichtig, den Tieren ihre Ruhe zu gönnen, damit sie Ruhephasen zur Erholung haben“, stellt Landesjägermeister Josef Pröll klar.

Besondere Rücksicht soll bei der Freizeitnutzung auf Jungtiere genommen werden, denn das Niederwild und hier vor allem der Feldhase haben bereits Junge gesetzt. Auch beim Federwild wie Fasan und Rebhuhn werden schon bald Küken auf den Feldern sein. „Die Vegetation ist jedoch noch nicht voll entwickelt, weshalb Jungtieren Deckung und Äsung fehlen. Daher sind sie auf Ruhe und Schonung angewiesen – Stress und damit eine höhere Anfälligkeit für Krankheiten ist jedenfalls zu vermeiden“, so Pröll. „Wir bitten die Menschen, sich den Tieren keinesfalls zu nähern und diese nicht zu berühren oder gar mitzunehmen. Freilaufende Hunde sind zudem ein enormes Risiko für Jungtiere, da etwa Junghasen nicht flüchten und auf ihre Deckung vertrauen und die Küken des Federwilds noch nicht fliegen können und am Boden zu langsam sind. Wir appellieren daher an alle Menschen, im Sinne der Wildtiere die Vorschriften in den Wäldern und rund um die Felder einzuhalten.“

Corona-Pandemie

Maßnahmen in Niederösterreich

Aufgrund des Corona-Virus (SARS-CoV-2-Virus) hat der Niederösterreichische Jagdverband nach Rücksprache mit der Aufsichtsbehörde und zuständigen Behörden folgende Vorgehensweise für Veranstaltungen des NÖ Jagdverbandes festgelegt und bittet, diese im jeweiligen Verantwortungsbereich umzusetzen. Der NÖ Jagd­verband leistet damit einen Beitrag zum Schutz der Bevölkerung – insbesondere der älteren Generation, zu der auch ein Großteil der Mitglieder des NÖ Jagdverbandes zählt. Hegeschauen: Da Hegeschauen behördlich verordnet sind, entscheidet die jeweilige Bezirkshauptmannschaft in Abstimmung mit dem Bezirksjägermeister, ob diese abgesagt oder in ­abgeänderter Form abgehalten werden. Entsprechende Verordnungen sind ­bereits in einigen Bezirken (Amstetten, St. Pölten, Waidhofen/Thaya, Tulln, Wiener Neustadt) erlassen worden. Der NÖ Jagdverband ersucht die ­Jägerinnen und Jäger, sich direkt bei der Behörde oder dem zuständigen Bezirksjägermeister oder Hegering­leiter über die Vorgangsweise im ­jeweiligen Bezirk zu informieren. Bezirksjägertage: Alle Bezirks­jägertage, die bis Ostern stattfinden, werden abgesagt. Dies betrifft die ­Bezirke Gänserndorf, Waidhofen/Thaya und Bruck/Leitha. Jägerschule – Jagdkurse in den ­Bezirken: Der reguläre Jagdkursbetrieb in der Jägerschule des NÖ Jagdverbandes am Flötzersteig in Wien wird vorerst ebenfalls bis Ostern eingestellt. Die Teilnehmer wurden entsprechend ­informiert. Bei den Jagdkursen in den Bezirken entscheiden die Bezirks­jäger­meister – je nach den örtlichen Gegebenheiten –, ob ein Aussetzen des Kursbetriebes notwendig ist. Seminare: Auch die Seminare des NÖ Jagdverbandes, die bis Ostern statt­gefunden hätten, sind abgesagt. Die angemeldeten Personen wurden vom NÖ Jagdverband informiert und erhalten den Kursbeitrag rückerstattet. Der NÖ Jagdverband wird die ­Situation weiterhin beobachten und falls notwendig weitere Schritte – auch über Ostern hinaus – setzen und die Jägerinnen und Jäger selbstverständlich darüber auf dem Laufenden halten. Schießzentrum: Das Steyr-Arms-­Schießzentrum in Wiener Neustadt ist ebenfalls vorübergehend geschlossen. Auskunft in dringenden Fällen: jagd@noejagdverband.at, Tel. 01/405 16 36-14, bzw. s.scherhaufer@noejagdverband.at oder l.obermair@noejagdverband.at

AGES: Infos zu Corona

Lebensmittel & Tiere

Die Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit GmbH, kurz AGES, informiert auf ihrer Website über häufig gestellte Fragen zum neuen Coronavirus. Von Fleisch, Wurst, Eiern, Obst, Gemüse, Wasser usw. geht keine Gefahr durch das neuartige Coronavirus aus. Es gibt derzeit keine Hinweise darauf, dass sich Menschen über herkömm­li­che Lebensmittel bzw. über Trinkwasser/­Leitungswasser oder Oberflächen­wasser mit dem neuartigen Corona­virus infiziert haben. Auch für andere Coronaviren sind keine Berichte über Infektionen durch Lebensmittel bekannt. Vom Genuss von rohem Fleisch oder Blut von Wildtieren, wie Schlangen, Fledermäusen usw., wird aber dringend abgeraten. Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass Haustiere das Virus auf Menschen oder andere Haustiere übertragen können bzw. selbst daran erkranken. Weitere Informationen: www.ages.at/­themen/krankheitserreger/coronavirus/

Corona & Jagdausübung

Auswirkungen

Die aktuellen Ausgangsbeschränkungen aufgrund des Corona-Virus werfen auch Fragen auf, inwieweit eine Jagdausübung noch möglich ist. Im Folgenden finden Sie daher eine kleine Übersicht des NÖ Jagdverbandes, basierend auf der derzeitig gültigen Verordnung (Stand 17. 3. 2020) des Bundesministers für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz gemäß § 2 Z 1 des COVID-19-Maßnahmengesetzes, BGBl. I Nr. XX/2020. Darin ist eine Ausnahme des Betretens öffentlicher Orte geregelt, wenn öffentliche Orte im Freien alleine, mit Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, oder mit Haustieren betreten werden und dabei gegenüber anderen Personen ein Abstand von mindestens einem Meter eingehalten wird. Direktvermarktung: der NÖ Jagdverband hat die Nachricht erhalten, dass Wildbrethändler die Abholung eingestellt haben. Es mangelt an Arbeitskräften durch die Schließung der Grenzen zu unseren östlichen Nachbarländern, der Export in wichtige Absatzmärkte ist erschwert und die Nachfrage in der Gastronomie ist vollständig zum Erliegen gekommen. Wildbret ist immer, aber gerade in Zeiten wie diesen ein gesundes Lebensmittel aus der Region. Jägerinnen und Jäger, die die Möglichkeit haben, sollten die Direktvermarktung aufrecht erhalten und die regionale Bevölkerung über die Möglichkeit mit qualitativ hochwertigem Fleisch versorgt zu werden, informieren. Bei direktem Kundenkontakt ist auf die Hygiene und den Mindestabstand von einem Meter zu achten. Nähere Infos zur Direktvermarktung: www.noejagdverband.at/­service/ Danke! Ein großes Dankeschön an alle Jägerinnen und Jäger, die ihren Aufgaben in den Revieren draußen weiterhin unter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen nachkommen. Vielen Dank auch allen, die trotz der eingeschränkten Möglichkeiten den Schnepfenabschuss vorbildlich und zeitgerecht melden. Ein weiteres Dankeschön, dass Sie alle Verständnis für den eingeschränkten Bürobetrieb haben. Wir werden Sie weiterhin mit aktuellen Informationen auf dem Laufenden halten. Gemeinsam werden wir auch diese Zeit meistern! Passen Sie auf sich auf und bleiben Sie gesund! Corona-Fakten für Jägerinnen und Jäger: Das ist erlaubt:

  • Einzelansitz
  • Direktvermarktung von Wildbret
  • Beschickung von Salzlecken, Fütterungen, etc.
  • Anbau von Blühflächen, Wildäckern, etc.
  • Bau von Reviereinrichtungen
  • Wahrnehmung der Jagdaufsicht

Das ist nicht erlaubt:

  • Gemeinsame Anfahrt zum Ansitz, außer mit Menschen aus dem eigenen Haushalt
  • Abhaltung von Gesellschaftsjagden
  • Versammlungen, Stammtische

Abgesagt

Erlebnistage & Leserabend

Aufgrund der Coronavirus-Pandemie, den damit verbundenen ­vorübergehenden Gastronomie- und Hotellerieschließungen sowie dem Versammlungsverbot sind die für 24. bis 26. 4. 2020 anberaumten Genuss- und Erlebnistage auf Schloss Otten­stein, Bezirk Krems, Nieder­öster­reich, sowie ebenfalls der WEIDWERK-­Leserabend am 24. 4. 2020 leider abgesagt. Red.

Sophie Award 2020

Jagd-Kurzfilmpreis verschoben

Der Sophie Award des Deutschen Jagdverbandes und der Jagdstolz GmbH für den besten Jagd-Kurzfilm - wie auch die Einreichungen der Filmbeiträge - wurden auf unbestimmte Zeit ver­schoben. Das Jagd­magazin WEIDWERK fungiert heuer erstmals als öster­reichi­scher Fach­medienpartner. Mit minimalen Ver­änderungen geht der Sophie Award nach dem erfolg­reichen Auftakt 2019 in die zweite Runde. Teilnahmeberechtigt sind, neben Einsendungen aus Deutschland, in diesem Jahr auch Kurzfilme aus Österreich und der Schweiz. Zudem wird es heuer einen Publikumspreis geben, der vor Ort vom Publikum vergeben wird. Nähere Informationen finden Sie unter www.sophie-award.de, Informationen zum aktuellen Corona-Status zudem bei pressestelle@jagdverband.de

Grünes Kreuz

Tombola-Hauptpreisübergabe

Der Verein Grünes Kreuz für Jagd und Natur veranstaltete beim diesjährigen 99. Jägerball in der Wiener Hofburg eine Tombola mit 1.500 wertvollen Preisen, wobei der Rein­erlös der Lose frei nach dem Vereinsmotto „Jäger helfen Jägern“ wiederum einem karitativen Zweck zugute kommt. Als Hauptpreis stellte Steyr Arms einen Steyr Monobloc im Kaliber .30-06 Spr. zur Verfügung! Im Rahmen der Fachmesse „Die Hohe Jagd & Fischerei“ in Salzburg wurde der Steyr Monobloc vom Präsidenten des Vereins Grünes Kreuz, KR Leo Nagy, und dem Steyr Arms-Geschäftsführer Mag. Gerhard Unterganschnigg an die strahlende Gewinnerin, Astrid Hildmann, übergeben. „Die Zuverlässigkeit, Präzision, Ergonomie und Sicherheit machen diese Büchse zu etwas ganz Besonderem. Sie wird ihr sicher viel Freude bereiten“, so Mag. Unterganschnigg bei der Übergabe. LJM Ing. Roman Leitner (Blgd.) gratulierte ebenfalls und wünschte der Gewinnerin ein kräftiges Weidmannsheil!

Kalamitätsflächen

Managementplan

Großflächige Windwurf- und Borken­käferschäden stellen einerseits eine forstliche Herausforderung für die Waldeigentümer dar, ebenso erfordern sie auf jagdlicher Ebene erhöhte ­Aufmerksamkeit der Jagdverantwortlichen. Der Forst & Jagd Dialog, die Landwirtschaftskammer Österreich und Jagd Österreich, Dachverband der neun österreichischen Landes­jagd­verbände, stellten kürzlich einen gemein­samen Leitfaden für den ­forstlich und jagdlich abgestimmten Umgang mit Kalamitätsflächen vor. Allein im Jahr 2018 lag die durch Wind und Borkenkäfer geschädigte Holzmenge gemeinsam bei etwa 9,4 Mio. Vorratsfestmeter. Aufgrund von Wetterextremen und dem voranschreitenden Klimawandel ist in den kommenden Jahren mit einer Zunahme dieser Holzmenge zu rechnen. Im Rahmen des Forst & Jagd Dialogs haben Experten aus Forst und Jagd einen Maßnahmenkatalog erarbeitet, um den Umgang mit solchen Flächen systematisch zu planen und die je­weiligen Zielsetzungen bzw. Maß­nahmen im Waldbau und Schalenwildmanagement sowie eventuell zusätzlichen Maßnahmen auf­einander abzustimmen. Die 24-seitige Broschüre umfasst rund 50 Planpunkte und Frage­stellungen, um eine Wiederbewaldung der Flächen durch forstliche und ­jagd­liche Maßnahmen zu optimieren. Außerdem bietet der Leitfaden wichtige Hinweise, Beispiele und lokale Ansprechpartner, die Waldeigentümer wie ­Jagdverantworliche in ihrem Handeln unter­stützen können. Die Broschüre kann auf den Webseiten der Land­wirtschaftskammern sowie auf www.jagd-oesterreich.at kostenlos heruntergeladen werden.

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