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Gut gekühlt und lange haltbar ...
Für den steinzeitlichen Jäger war die Fleischkonservierung
nicht erforderlich, da er praktisch von der Hand in den Mund lebte.
Erst nach der Sesshaftwerdung wurde für die Menschen in den
gemäßigten Klimazonen die Lebensmittelkonservierung erforderlich.
Ihre Winternahrung bestand hauptsächlich aus getrocknetem oder
eingesalzenem Fleisch.
Bei Wildbret sind heute Kühlung und Gefrieren die wichtigsten Maßnahmen
zur Haltbarmachung.
Kühllagerung
Dadurch werden physikalische, mikrobiologische und chemische Vorgänge
sowie Stoffwechselvorgänge deutlich reduziert. Die gewöhnlichen
Fleisch vergiftenden Mikroorganismen sind bei Temperaturen unterhalb
von 4° C nicht mehr in der Lage, sich zu vermehren oder Gifte zu
bilden. Der Verderb durch Schimmel ist wesentlich eingeschränkt.
Für Lagerfristen können nur grobe Orientierungswerte angegeben
werden, die unter anderem sehr vom Ausgangskeimgehalt des Wildbrets
und der Sorgfalt der Behandlung abhängen.
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Lagerfristen für Fleisch 
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Schalenwild
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3 Wochen
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Kaninchen
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1 Woche
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Geflügel
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4 Tage
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Rindfleisch
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1 Woche
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Schweinefleisch
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1 Woche
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bei einer Lagertemperatur zwischen -1° C und 0° C, relative
Luftfeuchtigkeit ca. 85%
Diese Werte können im Einzelfall stark variieren. Vakuumverpackung
kann die Lagerfähigkeit beträchtlich erhöhen.
Temperaturschwankungen sind die häufigste Ursache für vorzeitigen
Qualitätsverlust und Einschränkung der Haltbarkeit. Es ist
daher wichtig, bei allen Bearbeitungs-, Lagerungs- und Tansportvorgängen
die Temperatur des Wildbrets so niedrig wie möglich zu halten,
das heißt, die Kühlkette darf niemals unterbrochen werden!
Einfrieren Auftauen
Damit die Fleischqualität erhalten bleibt, ist es erforderlich,
beim Einfrieren die Lagertemperatur von mindestens
18° C rasch zu erreichen. Während des Gefrierprozesses
bilden sich nämlich innerhalb der Muskelfaser Eiskristalle aus,
deren Größe von der Gefriergeschwindigkeit abhängt.
Geht das Einfrieren zügig vonstatten (mehr als 1 cm Tiefenwirkung
pro Stunde), so bleiben die Eisnadeln sehr klein. Anderenfalls bilden
sich zu große Eiskristalle, die die Zellstrukturen zerstören
und so zu Qualitätsverlusten führen. Während der Gefrierlagerung
dürfen keine wesentlichen Temperaturschwankungen auftreten, denn
dabei kommt es zu einem Anwachsen der Eiskristalle. Die Muskelzellen
würden somit gesprengt werden und könnten beim Auftauen das
ausgefrorene Wasser nicht mehr in den Zellverband aufnehmen. Die Folge
ist ein starker Fleischwasserverlust beim Auftauen.
Bei Temperaturen zwischen 18° C und 30° C sind für
Fleisch Lagerzeiten bis zu zwei Jahre erreichbar. Für Schweinefleisch
gilt eine wesentlich kürzere Lagerfähigkeit (bis zu 6 Monaten),
da es trotz der tiefen Temperaturen zu charakteristischen Fettveränderungen
(Ranzigwerden) kommen kann.
Das Auftauen muss sehr langsam erfolgen, damit es einen möglichst
geringen Saftverlust gibt. Mit dem Tropfsaft gehen nämlich Mineral-
und Geschmackstoffe verloren. Mangelhaftes Aroma und geringe Saftigkeit
sind die Folgen von zu schnell und unsachgemäß aufgetautem
Fleisch. Es ist daher empfehlenswert, Fleisch zum Auftauen in den
Kühlschrank
(bei ca. 4° C) zu legen. Unter diesen Bedingungen kann das interzelluläre
Wasser weitestgehend wieder vom Zellverband aufgenommen werden, sodass
die Fleischqualität dann im Wesentlichen der des Frischfleisches
entspricht.
Trocknen
Beim Trocknen von Fleisch wird die Wasseraktivität deutlich verringert.
Mit einer Vermehrung von Mikroorganismen ist daher nicht mehr zu rechnen,
es wird eine risikofreie Lagerung ohne Kühlung möglich.
Eine einfache Form der Trocknung von Wildbret wird in einigen Gegenden
Afrikas praktiziert. Fleisch wird in schmale Streifen geschnitten und
in der Sonne zum Trocknen aufgehängt. Meist wird das Abtrocknen
durch vorhergehendes Salzen der Fleischstreifen beschleunigt. Das auf
diese Weise entstehende Trockenfleisch wird "Biltong" genannt.
Trockenfleisch darf maximal 13% Wasser enthalten, um haltbar zu sein.
Da das bei unserem Klima durch einfache Lufttrocknung meist nicht
erreichbar
ist, muss man auf technische Verfahren, wie z. B. die Gefriertrocknung,
zurückgreifen.
Salzen, Pökeln, Räuchern
Salzen, Pökeln und Räuchern gehören zu den chemischen
Verfahren der Haltbarmachung. Der haltbar machende Effekt beruht aber
auch hier im Wesentlichen auf der Senkung der Wasseraktivität.
Grundsätzlich muss zwischen Salzen und Pökeln unterschieden
werden. Reines Salz wird nur dort angewendet, wo man auf bestimmte
Farbeffekte
verzichten kann, wie beispielsweise bei reinem Speck, bei Butter oder
bei Fischen. Ist eine gewisse Farbgebung und Aromatisierung erwünscht,
wird Kochsalz gleichzeitig mit Salzen der Salpetersäure angewendet.
Dieser Vorgang wird Pökeln oder Umröten genannt. Es entsteht
dabei der rote Pökelfarbstoff, wie er vom rohen Schinken oder
der Rohwurst bekannt ist. Gepökelte Waren werden meist im
Anschluss
geräuchert.
Das Räuchern dient ebenfalls der Haltbarmachung, aber auch der
Geschmacksgebung und der Farbverstärkung. Man unterscheidet dabei
die Kalt- und die Heißräucherung.
Kaltrauch soll eine Temperatur von 22° C bis 28° C nicht überschreiten.
Für Rohwürste und Schinken dauert diese Form der Räucherung
meist einige Tage.
Heißräucherung wird hauptsächlich bei Brühwürsten
angewendet. Die Temperatur beträgt dabei 60° C bis 65°
C. Die konservierende Wirkung des Rauches und der Rauchinhaltsstoffe
sollte keineswegs überschätzt werden. Die Absenkung des
Wassergehaltes ist wesentlich entscheidender, wie die Beispiele der
nur luftgetrockneten
Rohwurstsorten oder der Parmaschinken beweisen.
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Wie muss man Wildfleisch sachgerecht
lagern?
Wie lange hält Wildfleisch?
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